Chronik der DLRG Koblenz e.V.

Die Gründung:

Wie bei der Gründung der DLRG am 19. Oktober 1913 in Leipzig, so fanden sich auch in Koblenz einige Schwimmpioniere, um die DLRG Koblenz aus der Taufe zu heben. Besonderen Anteil daran hatte der „schwimmende Lehrer“ Toni Rath, der Initiator für eine Organisation wurde, welcher unzählige Rettungsschwimmer im Raum Koblenz ihre Ausbildung verdanken. Die ersten Prüfungen wurden schon im Jahre 1921 abgenommen, die eigentliche Vereinsgründung fand aber erst 1924 statt. Durch den zweiten Weltkrieg kam die DLRG – Arbeit in Koblenz zum Erliegen, da die Aktiven des Vereins ihren Wehrdienst bei verschiedenen Truppenteilen leisten mussten.

Die Wiedergründung:

Die Wiedergründung der DLRG Koblenz fand am 28. April 1949 statt. Jedoch mussten vorher schwierige Verhandlungen mit der französischen Militärregierung geführt werden. Der Bezirk Koblenz aber konnte erst nach der Gründung des DLRG Landesverbandes Rheinland-Pfalz, am 8. April 1949 im Restaurant „Burg Hohenzollern“ in Koblenz aktiv werden. Aufgrund einer riesigen Werbekampagne und einer denkwürdigen Rede von Toni Rath, war diese Wiedergründung, am 29.04.1949 nicht mehr zu verhindern.

Die Vereinsarbeit:

Von nun an nahm die Arbeit des Bezirks Koblenz einen geradezu stürmischen Verlauf: Werbeveranstaltungen, Rettungsschwimmlehrgänge und ab dem 17. Juni 1950 dann auch die erste Rettungsstation nach dem Krieg, am Deutschen Eck. Am 14. August 1954 wurde das erste Rettungsboot in Dienst gestellt und auf den Namen „Adler“ getauft. Hiermit wurde die Mobilität im Wasserrettungsdienst erheblich erweitert. Durch die gemeinsamen Bemühungen des Vorstandes kam es im Jahre 1960 zur Gründung weiterer Ortsgruppen in Boppard, Winningen, Kaub, Oberlahnstein, Oberwesel sowie zur Gründung des Stützpunktes in Bendorf-Sayn. Ebenfalls bildete sich in dieser Zeit die Ortsgruppe Bundespost auf Initiative des stv. Bezirksleiters, Gottfried Zilz. Ein wesentlicher Garant für die erfolgreiche Arbeit des Vorstandes war dessen unveränderte Struktur, über ein Jahrzehnt lang, was unter anderem auch zu einer stärkeren Jugendarbeit führte. Die Arbeit des Vorstandes war gekennzeichnet durch ständig wachsende Mitglieder- und Erfolgszahlen in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, durch bemerkenswerte Werbeveranstaltungen und außergewöhnliche Rettungseinsätze.

Neue Struktur:

Durch die Bildung von Großbezirken erhielt der Landesverband Rheinland-Pfalz im Jahre 1970 eine neue Organisationsform, was natürlich auch Auswirkungen auf die Organisation der DLRG Koblenz hatte. Das hatte zur Folge, dass der bisherige Bezirk Koblenz, seinem erweiterten Aufgabenfeld entsprechend, zum Bezirk Rhein-Mosel wurde; an die Stelle des Bezirks trat nun im Raum Koblenz die Ortsgruppe Koblenz. Am 01. Februar 1975 erhielt die Ortsgruppe Koblenz ihre eigene Geschäftsstelle in Ehrenbreitstein. Im selben Jahr wurde die Satzung neu verfasst, sowie die Geschäfts- und Jugendordnung eingeführt. Seit dem Jahr 1976 ist die DLRG Ortsgruppe Koblenz zudem ein eingetragener Verein (e.V.).

1990 ist die die Ortsgruppe Koblenz ins eigene Heim in die Schlachthofstrasse gezogen. Nachdem Abriss 2003 folgte der Umzug ins benachbarte Gebäude (Im Rauental 26), welches den Vorteil bietet, dass hier sowohl Schulungen als auch technische Arbeiten durchgeführt werden können. Durch die Anschaffung des neuen Motorrettungsbootes „Delphin“ im Jahre 1992 und Merlin im Jahre 2001 wurde das Einsatzpotential weiter ausgebaut. Die Motorboote Swimmy, Nessy und Moseladler sind inzwischen außer Dienst gestellt. Mit den Fahrzeugen Ford Transit, Nissan Patrol und VW Bus T5, den Bootstrailern, den Tauchanhängern, der Feldküche und dem Spielmobil verfügt die DLRG Koblenz über ein umfangreichen Fahrzeugpark.
Die Ortsgruppe ist mit einer Wasserrettungsgruppe aktiv im Katastrophenschutz tätig. Ein wesentlicher Bestandteil war und ist auch weiterhin der Wasserrettungsdienst an und auf Rhein und Mosel. Hierbei leisten ehrenamtliche Helfer im Freibad Oberwerth oder mit den Booten bei Regatten oder Großveranstaltungen wie „Rhein in Flammen“ ihren Dienst.