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26.11.2019 Dienstag  Wir kamen, sahen nix und sagten ab…

Einsatzbesprechung im Hafen Neuwied

Fahrt der Bootseinheiten zum Start

Start des Stromschwimmen in Ehrenbreitstein

Absicherung der Schwimmergruppe

Abbruch des Schwimmen in Bendorf

Stromschwimmen von Koblenz nach Neuwied

So oder so ähnlich ließ sich das für den 24.11.2019 geplante Stromschwimmen des DLRG Bezirks Westerwald-Taunus beschreiben. Schon auf der Anreise mit unserem neu angeschafften Einsatzfahrzeug „Nissan Pathfinder“ und unserem Rettungsboot „Delphin“ ließ sich aufgrund des dichten Nebels vermuten, dass sich das Schwimmen der circa 40 angemeldeten Schwimmerinnen und Schwimmer von Ehrenbreitstein bis Neuwied schwierig gestalten könnte. Vor Ort zeigte sich das Bild wie erwartet. Bei Sichtweiten unter 200 Metern im Bereitstellungsraum Neuwieder Hafen wurde der Start von der Einsatzleitung erst einmal verschoben. Die Schwimmerinnen und Schwimmer, sowie die sich im Einsatz befindenden Einsatzkräfte, wurden währenddessen durch die Ortsgruppe Neuwied mit warmen Getränken versorgt. Etwa anderthalb Stunden später konnte die Abreise der Teilnehmer dann starten. Die Einsatzleitung erteilte in Absprache mit der Wasserschutzpolizei die Genehmigung zum Veranstaltungsbeginn.

Während die mutigen und der Kälte strotzenden Schwimmerinnen und Schwimmer per Bus nach Koblenz gefahren wurden, verlegten die Einsatzkräfte auf dem Wasser mit den Booten ins Einsatzgebiet. Auf der Fahrt wurde jedoch klar, dass die Sicht weiterhin schlecht war. Zum Teil betrug sie unter 100 Meter. Eine Besonderheit waren hier auch die Schlauchboote einiger Ortsgruppen, welche für die Berufsschifffahrt auf dem Radar kaum sichtbar sind. Insgesamt befanden sich fünf größere Boote, sowie fünf Schlauchboote im Absicherungseinsatz. Am Einsatzort angekommen konnte das Stromschwimmen im Rhein jedoch aufgrund der guten Sichtverhältnisse in Koblenz gestartet werden. Nach wenigen Minuten jedoch, wurde die Sicht zunehmend schlechter. Um die Sicherheit der Schwimmerinnen und Schwimmer nicht weiter zu gefährden, entschied man sich, das Stromschwimmen vorzeitig abzusagen und nur bis zum Industriehafen in Bendorf stattfinden zu lassen. Dort wurden die Teilnehmer dann von Landfahrzeugen der DLRG, welche im Einsatzkonzept auch zur Aufnahme schwächelnder Wasserratten eingeplant waren, eingesammelt und auf dem sichereren Landweg zurück nach Neuwied gefahren. Trotz der widrigen Sichtverhältnisse und dem frühzeitigen Aus der Veranstaltung, schienen alle Schwimmerinnen und Schwimmer viel Spaß gehabt zu haben, und nicht zu unglücklich darüber aus dem 10°C kalten Wasser zu kommen. Nachdem die Boote zurück im Hafen Neuwied getrailert waren, konnten die Einsatzkräfte um 15 Uhr die zum Teil weite Heimreise antreten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einsatzkräfte trotz der Umstände einen kühlen Kopf und den Durchblick behielten, und somit die Sicherheit aller Schwimmerinnen und Schwimmer, sowie der Einsatzkräfte und des -materials gewährleisten konnten.

Mit im Einsatz waren: DLRG-Einheiten aus den Bezirken Westerwald-Taunus und Rhein-Mosel, FFW Neuwied, Malteser Hilfsdienst, Wasserschutzpolizei Koblenz.

Kategorie(n)
Bootswesen, Allgemeines, Einsatz

Von: JD

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